Das Tolle Heft # 38: Wie kommt es, dass Versicherte ihre Schadensmeldungen oft in so schräger und komischer Form abliefern, dass man glauben könnte, sie wollten mit Karl Valentin wetteifern oder DADA auf volkstümliche Weise wiederbeleben? ... mehr
Eine konzeptuelle pluridisziplinäre Ausstellung mit Malerei, Siebdrucken, Holzschnitten, Videokunst, Performances und Luftakrobatik, präsentiert von der Villa Kuriosum. ... mehr
Die klassischen Rap-Portraits des New Yorker Fotografen Jonathan Mannion werden von sieben Künstlern neu interpretiert: Amine Bendriouich, Christian Awe, Conny Dreher, Ebon Heath, Good Wives and Warriors, Lukas Feireiss und Noelle. ... mehr
In der neuen Reihe der Büchergilde Gutenberg, in der Graphic Novels nach und zu klassischen Stoffen erscheinen, ist soeben die »Traumnovelle« von Arthur Schnitzler herausgekommen. Hervorragendst illustriert von Jakob Hinrichs. ... mehr
Vor nunmehr 25 Jahren habe ich gemeinsam mit Thomas »Schwarwel« Meitsch – dem mittlerweise berühmtesten Leipziger Comiczeichner – am Malsaal der Leipziger Theater ein jaaahrelanges Praktikum absolviert. Dieser Tage nun feiert eine der damals entstandenen Figuren, der legendäre Schweinevogel, seinen 25. Geburtstag. Ich gratuliere als erster Fan aus vollem Herzen! ... mehr
Im Rahmen des Art Weekends startet auch eine neue Ausgabe der Stroke. Ich finde es persönlich schade, dass man immer wieder versucht, Streetart als Kunst zu vermarkten, freue mich aber dennoch auf eine frische Anhäufung derselben! ... mehr
Ziemlich spontan habe ich am vergangenen Wochenende die aktuelle »Weltkunst- austellung« in Kassel besucht. Und empfehle sie jedem, der sich für die Zukunft der (sog,) Kunst interessiert. Eine Riesenshow mit jeder Menge Entdeckungen. ... mehr
»Ib Jorn setzt sich in seinen neuen Arbeiten, die man Materialzeichnungen nennen könnte, nicht nur mit dem Nouveau Réalisme der 1960er Jahre und der künstlerischen Technik der Assemblage auseinander, sondern noch grundsätzlicher mit einer Methode des Einschreibens und Überschreibens, dem Palimpsest, das der englische Essayist und Opiumesser Thomas De Quincey mit dem menschlichen Gedächtnis verglichen hat. ... mehr
Am 13. Juli 2012 erschien die erste Ausgabe des LUKS Magazins. Es handelt sich um eine von Illustrationsstudierenden gegründete und in Eigenregie geplante und umgesetzte Zeitschrift. Das Motto der ersten Ausgabe lautet »unglaublich laut!« ... mehr
Der Starautor Ralf Grauel hat mit dem renommierten Informations-Grafiker Jan Schwochow etwas entwickelt, das die beiden selbst als »Wimmelbuch für Erwachsene« bezeichnen. Am Donnerstag stellen sie es im Gestalten Space Berlin vor. ... mehr
Zum 10. Geburtstag der Edition Büchergilde veröffentlicht der Frankfurter Verlag den ersten literarischen Krimi mit 3D-Illustrationen. Die Künstlerin Alexandra Rügler (*1988) hat Patricia Highsmith Klassiker „Der talentierte Mr. Ripley“ mit Tuschezeichnungen bebildert, die anaglyphisch nachbearbeitet sind. ... mehr
Family Business. Nach den Fräuleins von Spring (Slanted # 12) war klar, dass zum Thema Super families diesmal eine weitere Illustratorengruppe vorgestellt werden sollte. Doch wer ist die beste Zeichner-Familie im deutschsprachigen Raum? ... mehr
Die IO Illustratoren Organisation Deutschland feiert ihr 10-jähriges Bestehen mit einer weiteren umfassenden Werkschau. Über 100 Illustratoren präsentieren am Abend des 31. August 2012 an mindestens 45 Orten in Berlin ihre aktuellen Arbeiten. ... mehr
Im Mittelpunkt von Uli Knörzers Arbeit steht der Mensch. Er portraitiert diesen mit Buntstift oder Tusche und forschend leichtem Strich. Durch die Vielschichtigkeit seiner Techniken wird mit schimmernder Transparenz Inneres im Äußeren sichtbar. ... mehr
Zum Tod des Illustrationsexperten Armin Abmeiers
Im November 2007 stand ich mit einem warmen Bier schwitzend in einem winzigen Galerieraum in New York – die Leute rauchten und der Lärm war ohrenbetäubend. Also alles wie immer in New York. Die Stimmung war prima: Es war „Illustration Week“. Die American Illustration Party wurde gerade in diese Galerie samt Kneipe verlagert, und der Illustrator und UdK-Professor Henning Wagenbreth kam auf mich zu und stellte mir den freundlichen Herrn im weißen Bart vor, der mich an Robert Crumbs Mr. Natural erinnerte. Um seine Augen waren Lachfältchen, in ihnen blitzte Schalk. Das war Armin Abmeier. Nach Sekunden unterhielten wir uns schon über Bukowski und Kafka, Minuten später wussten wir, dass wir für Jitter Magazin für Illustration einen Beitrag zur Illustrationswoche in New York machen wollten. Ich arbeitete damals an meiner Diplomarbeit zum Thema Illustration in New York; ein Trick, um selber den Markt besser zu verstehen, um später eine erfolgreiche Illustratorin zu werden. Ich versuche es immer noch...
Doch im Grunde war das alles nicht so wichtig. Wichtig war allein, dass ich seit dem Tag einen großartigen Freund und Mentor in Armin gefunden hatte. Am 24. Juli 2012 ist Armin Abmeier mit 72 Jahren nach schwerer Erkrankung in München gestorben.
Der Herausgeber Abmeier war ein Mensch, der Bild wie Text gleichsam geliebt hat. Als Buchvertreter kam er aus der Literatur, in Gesprächen erzählte er mir, wie sehr er in seiner Jugend Pulp und Comics geliebt hat. Es standen nicht viele Bücher in seinem Elternhaus. Ich glaube sogar, gar keins. Es gab zuhause finanzielle Sorgen. Und Superhelden lenken ab und machen Spaß.
Ich erinnere mich an ein Gespräch mit ihm, da ging es um Roches Feuchtgebiete. „Mir hat das Buch gefallen,“ sagte er, „Ich fand es so erfrischend!“ Das deutsche Feuilleton hatte es weitgehend in der Luft zerrissen. Armins Zugang zu Bildern und Texten war ein ganz persönlicher, der auf Freude am Erzählten basiert, auch Freude am Rebellischen. Der Kanon interessierte ihn nicht sonderlich. Vielleicht war er deswegen ein so guter und beliebter Vertreter und später Herausgeber, weil er mit Liebe an Texte und Bilder herangegangen ist. Wie schon in seiner Jugend. Überhaupt wohnte in Armin ein junge Seele, und ihn umfing eine ansteckende Leichtigkeit. Armin ging es nie darum, sich als Bildungsbürger zu inszenieren, Armin ging es um die gute Geschichte, um den Moment, wo er begeistert wird. Genauso ist das auch mit der Auswahl „seiner“ Illustratoren für „Die tollen Hefte“ gewesen (www.tolle-hefte.de) Armin wusste, was ihm gefällt, wonach er sucht und welcher Zeichner sich auf einen von ihm selbst oder Abmeiers ausgewählten Text einlassen kann. Er war ein Sammler toller Geschichten, toller Zeichnungen. Großzügig war er, auch im Teilen seines Wissens, seines Geistes, seines Auges und seines Ohrs.
Armin hat einfach nur gemacht, was ihm Spaß macht, das war Bücher herauszugeben, die ihm inhaltlich etwas bedeuten, mit Bildern, die ihm etwas bedeuten, von Menschen, die ihm etwas bedeuten. Dabei hat er uns bereichert. Er wurde zum Förderer von Zeichnern und der Illustration.
Armin war ein Freund. Ich werde ihn vermissen, den tollen Armin.
Wir trauern mit seiner Frau und bekannten Illustratorin Rotraut Susanne Berner. Ihr besonders gilt unser Beileid.
Juliane Pieper
Liebe Leser, der Herbst verspricht, ein besonders heißer für die Illustration zu werden. Diverse Großereignisse werfen bereits ihre Schatten voraus. Und auch bei Freistil und Freistil-online wird es einige sehr spannende Neuigkeiten geben! ... mehr
Neben Freistil + Freistil-online entstehen im Atelier + Ruddigkeit in Berlin auch diverse weitere Publikationen. Das »Typodarium« und das »Poladarium« für das Jahr 2013 gehören ebenso dazu wie ein neues Buch zum Thema »Urban Media Cultures«. ... mehr
Neben einer Ausstellungsvernissage der Berliner Grafikerin erwarten Euch die neuen Kollektionen des Berliner Taschenlabels alice'n'tosch, ebenfalls illustriert von Juliane Pieper und der Berliner Designerin Sandra Winschu. ... mehr
Wer den überschaubaren Markt der (wirklichen) Illustrierten in Deutschland kennt, kennt auch »Das Magazin« aus Berlin. 1924 gegründet, extrem erfolgreich in der DDR, hat es nach der Wende eine marktwirtschaftliche Odyssee hinter sich. ... mehr
In wenigen Tagen jährt sich der Todestag des Wort- und Bildkünstlers Robert Gernhardt zum sechsten Mal. Eine Auswahl seiner Texte ist soeben in der Edition Büchergilde erschienen, aufs kongenialste illustriert von Rudi Hurzlmeier. ... mehr



















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