Die American Illustration-Party in New York

Von Juliane Pieper 19. November 2009 Kommentare 2

Mitte November fand das wichtigste Ereignis für Illustratoren in New York statt. Von diesem weltweiten Familientreffen der Zeichner berichtet hautnah und aktuell unsere New-York-Korrespondentin Juliane Pieper.

Ohne dass der Titel »Illustration week« tatsächlich offiziell wäre, trifft sich die Branche seit Jahren um den 12. November herum, dieses Jahr geschmückt mit Veranstaltungen wie der David Plunkert Eröffnung in der 7x7 Gallery der New York Times, einem Workshop vom Meister der Collage Hanoch Piven in der Society of Illustrators und Vorträgen und Diskussionen an der Parsons New School of Design, um nur einige zu nennen.

Der Höhepunkt dieser Woche ist jedes Jahr die AI-AP Party, American Illustration und American Photography, die seit Jahren in der Ohrensanz Foundation beherbergt ist, einer ehemalige Synagoge, sehr atmosphärisch und feierlich. 


Diese Party ist ein freudiges Zusammentreffen der Illustratorenbranche. Man kennt sich, und es ist immer wieder schön zu sehen, wie bereit die Branche ist, sich bei dieser Gelegenheit zu begegnen und auszutauschen. Mark Heflin, Herausgeber von American Illustration und American Photography veranstaltet jedes Jahr diese Party, die wirklich eine ist. Wer kommen kann, kommt. Nicht nur Illustratoren, sondern das Icon Board, das die Illustratorenkonferenz plant, die Leiter der renommierten Illustrationsprogramme der New Yorker Schulen wie Parsons, SVA oder FIT, ebenso wie Art Direktoren und Designer sind zugegen.

Auch von internationaler Seite sind viele gekommen. Unser »Team aus der Heimat« besteht unter anderem aus bekannten Namen wie Armin Abmeier, Herausgeber der Tollen Hefte, Christoph Niemann, geliebter Illustrator von Art Direktoren unter anderem der New York Times oder dem New Yorker, Monika Aichele, preisgekrönte Illustratorin sowie der Berliner Comic-Zeichner und Illustrator Tim Dinter. Andere Deutsche leben schon lange in New York. Paul Hoppe, Riccardo Vecchio oder Nora Krug. Wem die Namen nicht vertraut sind, für den lohnt es sich diese zu googeln, es sind Beispiele über die Vielseitigkeit und Qualität gegenwärtiger Illustration aus Deutschland.

Die Arbeiten aus dem Jahrbuch, das zu den besten zählt, um Illustration zu präsentieren, sind ausgestellt. American Illustration gibt sowohl den interessantesten Newcomern eine Platz, gepaart mit Arbeiten der bekanntesten Größen, die seit Jahren erfolgreich arbeiten. Der Qualitätsstandard ist hoch, und im Vergleich zum Jahrbuch der Society of Illustrators noch erfrischender: Das SI-Jahrbuch vertritt zwar ebenfalls einen hohen Standard, ist aber in der Auswahl traditioneller als AI, man publiziert in weiten Teilen die bekannten Namen, stilistisch orientiert man sich an Bewährtem.

American Illustration zeigt auch dieses Jahr wieder, dass die Jury Wert auf Originalität und Handwerk legt, die Kommerzialität spielt weniger eine Rolle. John Cuneo, erfolgreicher Illustrator unter anderem fürs Esquire Magazine sagt, dass er grundsätzlich nur Arbeiten aus seinem Skizzenbuch einreicht und nicht die publizierten Illustrationen aus Magazinen und Zeitschriften. Die vielen sehr freien Arbeiten der anderen Kollegen machen dies ebenfalls deutlich.


Illustrator Peter Kuper (Oaxaca) erlaubt sich trotzdem eine kleine Spitze bezüglich der Inhalte, denen sich die vielen Illustratoren aus American Illustration zuwenden: »Not enough politics and not enough sex. But not necessarily in this order.« In jedem Fall können sich diejenigen freuen und stolz sein, die mit ihren Arbeiten in American Illustration aufgenommen wurden. Denn nur um die 300 von insgesamt über 8000 Einsendungen finden hier Platz.

AI-Party

schöner Bericht! 100 Begegnungen, Drinks gut und reichlich, Fingerfood eher maessig, dafuer tolle Stimmung, see you next year!

... AI-AP Vorabend.

mal schauen, ob mein jpeg klappt. wenn ja, wer sind diese illu-cracks? hä? fotografiert mit meinem iphone, nach unserer KEEN´S mega fleisheslust.

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