Eigentlich nehme ich bei dem Wort Graphic Novel in eine Richtung Reißaus, die sich am möglichst entferntesten Punkt des Horizonts befindet. Doch diese kleine Reise in die Vergangenheit hält eine Menge Spaß und Überraschungen bereit.
Erschienen in der Büchergilde Gutenberg beinhaltet das Buch nicht nur das Comic, sondern auch die Original-Novelle, die darüber hinaus mit einer Unzahl von Fussnoten versehen ist. So erschließt sich einem die Geschichte auf eine sehr tiefe und fundierte Art und Weise.
Und die Zeichnungen der Drushba-Pankow-Kollegen Alexandra und Volker sind weit mehr als nur eine Übersetzung in sequenzielle Bilder. Sie ergänzen, überhöhen und zerreissen den Text und geben ihm damit eine ganz besondere Bedeutung. Dass sie dabei manchmal haarscharf an Klaus Ensikat und Hans Ticha, die legendären DDR-Illustratoren, erinnern ist dabei nicht von Nachteil. Denn auch diese Vorbilder laden sie mit ihren eigenen visuellen Vokabeln auf und transportieren sie ins heute. Zu wünschen wäre sogar – in die Zukunft.

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